Weibliche Genitalverstümmelung bzw. -beschneidung (FGM/C) umfasst alle Eingriffe, bei denen die äußeren weiblichen Genitalien teilweise oder vollständig entfernt oder aus nicht-medizinischen Gründen verletzt werden. Diese Praxis hat keinerlei gesundheitlichen Nutzen für Mädchen und Frauen und kann schwerwiegende körperliche und seelische Folgen haben – von akuten Schmerzen und Infektionen bis hin zu langfristigen Komplikationen bei Menstruation, Geburt und psychischem Wohlbefinden.

FGM/C ist international als schwere Menschenrechtsverletzung anerkannt. Sie spiegelt tief verwurzelte Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern wider, stellt eine extreme Form von Diskriminierung dar und verletzt grundlegende Rechte auf Gesundheit, körperliche Unversehrtheit, Sicherheit und Würde. Fast immer betrifft sie Minderjährige und verletzt damit auch die Rechte von Kindern.

Das Projekt schafft geschützte Räume (Safer Spaces) für Frauen, die selbst von FGM/C betroffen sind. In diesen vertrauensvollen Rahmen können sie – in ihrem eigenen Tempo – über dieses tabuisierte Thema sprechen, Erfahrungen teilen und die Auswirkungen der Praxis auf ihr Leben reflektieren. Ziel ist es, Aufklärung zu ermöglichen, Solidarität zu stärken und Frauen darin zu unterstützen, ihre Stimme zu finden und ihre Erfahrungen sichtbar zu machen.

Das Projekt wird gefördert durch die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg.

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